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Naturparke in Ba-Wü

Kürbis, Kraut, Kartoffelsuppe – Heimisches erweist sich als Besuchermagnet


Zahlreiche Besucher fanden sich trotz wechselhafter Witterung auf dem Kürnbacher Marktplatz zum Naturparkmarkt ein, wo regionale landwirtschaftliche Erzeuger von Eppingen bis Sachsenheim, von Brackenheim bis Kleinvillars ihre Produkte präsentiert hatten. Neben einer bunten Palette regionaler Lebensmittel und traditioneller Speisen wie Zwiebelkuchen, Kartoffelsuppe oder Apfelküchle zum Kaufen und Schlemmen konnten sich die Besucher am Infostand des Naturparks über die Region kundig machen, Broschüren, Literatur und Karten zum Naturerlebnisangebot des Naturparks mitnehmen.

Wer dem Naturparkvorsitzenden Andreas Felchle während der Ansprache zur Eröffnung des Naturparkmarktes gut zugehört hatte, konnte auch leicht die Quiz-Frage beantworten, welches Ziel der Naturpark mit der Ausrichtung des Naturparkmarktes verfolgte: nämlich Landschaftspflege mit dem Einkaufskorb. Ohne die Pflege durch die bäuerlichen Betriebe würde die reizvolle Kulturlandschaft des Stromberg-Heuchelberg rasch ihren Charakter verändern. Die Unterstützung der bäuerlichen Direktvermarkter bilde deshalb einen wichtigen Baustein der Naturparkarbeit, so Felchle. Das Konzept, Verbaucher und Erzeuger in ländlichem Ambiente zusammen zu bringen, ging voll auf. Kürnbachs Bürgermeister Hauser konnte zur Eröffnung des Marktes um 11 Uhr bereits rund 100 Unentwegte, darunter die Abgeordneten Axel E. Fischer und Joachim Kößler sowie Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, begrüßen, die sich trotz eines wolkenbruchartigen Regenschauers nicht von einem Besuch des Kürnbacher Marktplatzes hatten abhalten lassen. Mehr als 2000 Besucher werden es im Laufe des Tages gewesen sein, die entspannt durch den historischen Ortskern bummelten, sich mit Obst, Gemüse, Fleisch oder Wollwaren eindeckten und das vielfältige Rahmenprogramm genossen. Vielfalt war groß geschrieben: Wollwaren von der Bioland-Schafhaltung Hering aus Zaberfeld, Öle aus der historischen Ölmühle Illingen. Äpfel in leckeren Variationen vom Kraichgauhof Wagner aus Eppingen. Duftende Apfelküchle über offenem Feuer ausbacken bei Naturpakführerin Annette Pfeiffer aus Brackenheim, Kürbisse schnitzen oder Kürbissuppe löffeln bei Werner Vincon aus Kleinvillars. Regionaler Biergenuss beim Sulzfelder Michaeli-Bräu, Nudeln, Fleisch, Obst und Gemüse aus eigener Erzeugung vom Sachsenheimer Kirbachhof und vom Flehinger Luisenhof. Honig aus Kürnbach, Hochprozentiges aus dem Kirbachtal, Holzofenbrot aus Sulzfeld …, für jeden Geschmack, für Jung und Alt war etwas geboten. Mit sichtbarem Stolz konnte Bürgermeister Hauser feststellen, dass sich die ländlichen Naturparkgemeinden mit solchen authentischen Angeboten nicht neben den Hightechregionen im Ländle verstecken müssten und zu einer Bereicherung der Lebensqualität im Land beitragen könnten. In jedem Fall könne der Naturparkmarkt als ideale Ergänzung der Kürnbacher Schwarzieslingkerwe gelten. Zwischen edlen Tropfen Kürnbacher Weinbaubetriebe beim Weinmarkt in der badischen Kelter, Kuchen aus Omas Backstube bei den Landfrauen in der Hessenkelter, Fotoaustellung im Weinhaus und den Ständen des Naturparkmarktes verging die Zeit im Fluge. Und auch die weiter angereisten Besucher, etwa aus Stuttgart, Karlsbad oder Heidelberg, wurden mit einem abwechslungsreichen Tag belohnt, bei dem einmal mehr das Motto der baden-württembergischen Naturparke greifbar wurde: Mehr Natur. Mehr erleben. Naturparke.