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Naturparke in Ba-Wü

30. Juni - baden-württembergischer Naturparkongress in Mosbach


Die sieben Naturparke sind wichtige Säulen für eine nachhaltige Entwicklung und einen naturnahen Tourismus in Baden-Württemberg, so das Ergebnis des ersten baden-württembergischen Naturparkkongresses am Donnerstag, 30. Juni, in Mosbach. Rund 100 Teilnehmer waren aus allen Teilen des Landes nach Mosbach gekommen, darunter zahlreiche Bürgermeister, Mitarbeiter des Tourismus aber auch Naturschützer und Akteure der Nachhaltigkeitsbildung. In Fachvorträgen und Themenseminaren wurden innovative Ansätze im Naturtourismus in den Naturparken vorgestellt, aber auch die Konsequenzen für Natur und Landschaft diskutiert.

Dr. Achim Brötel, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Naturparke, Vorsitzender des Naturparks Neckartal-Odenwald und Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises forderte beim Kongress eine bessere personelle Ausstattung der Naturparke. „Die "one-man-show" in den Naturparken muss ein Ende haben. Wir brauchen endlich mehr Personal.“ Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg, sieht in den Naturparken lebendige Bausteine für die ökologische Standortsicherung. „Mit den Naturparken werden Ökologie, Ökonomie, Umweltbildung und Naturschutz zusammengebracht. Ein Naturerbe, das ungeschmälert an kommende Generationen weitergegeben werden muss“, so Akademiechef Hutter. Trotzdem gebe es noch zahlreiche Potenziale, wie etwa die Gesundheitsprävention, die stärker als bislang genutzt werden können.  Gerade auch die Tourismus-Marketing GmbH (TMBW) sieht in der naturräumlichen und landschaftlichen Ausprägung Baden-Württembergs enorme Potenziale. „Baden-Württemberg ist das Naturerlebnisland schlechthin. Wir müssen es schaffen, unsere Großschutzgebiete so auszustatten, dass sie ihren vielfältigen Aufgaben auch wirklich nachkommen können. Denn es mangelt nicht an kreativen Ideen, sondern an personellen Kapazitäten, sie auch umzusetzen”, forderte Andreas Braun, Geschäftsführer der TMBW.Wie das aussehen könnte, beschrieb Andreas Weissen, Geschäftsführer des Netzwerks Schweizer Pärke aus dem südlichen Nachbarland beim Kongress. In der Schweiz war es 2009 gelungen, die Naturparke mittels einer landesweiten Kampagne mit einem Kampagnenbudget von 10 Millionen Schweizer Franken optimal zu vermarkten.