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Naturparke in Ba-Wü

20. September - Naturerlebnistag macht Naturparkzentrum zum Familientreff


Herrlicher Sonnenschein entgegen wechselhafter Prognosen, ein informatives und breit gefächertes Mitmachangebot vom Baumklettern bis zum Bogenschießen, von Motorsägenschnitzerein bis zur Landschaftsführung und Märchenwanderung, Akteure und Teilnehmer vom Brackenheimer NABU bis zur Naturschule Stromberg in Mühlacker. Naturpark Stromberg-Heuchelberg und Schwäbischer Heimatbund zeigten sich als Veranstalter gleichermaßen mit dem Verlauf des Naturerlebnistages am Zaberfelder Stausee Ehmetsklinge zufrieden wie die knapp 20 Anbieter. „Wir wollten keine lokale Veranstaltung aufziehen, sondern bewusst die gesamte Region präsentieren und einem größeren Publikum erlebbar machen. Das ist uns heute mit rund 2500 Besuchern gut gelungen“, freut sich Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter über die gute Resonanz der Aktion.

Erfreulich die auffällig große Zahl an Familien mit Kindern, die das Angebot nutzten, die diesjährige Kulturlandschaft des Jahres aus unterschiedlichsten Perspektiven zu erleben und präsentiert zu bekommen. Ein idealer Gegenpol zur häufig mediengeprägten Alltagswelt der Kinder. Da wurde bei Jochen Gerst an Steinbrocken gehämmert und bei Luise Lüttmann Holundertinte hergestellt, dort wurden Seife geformt und Kräutersalze gemörsert. Auf dem Pirschpfad der Naturparkführer musste man genau hinschauen, um die versteckten Wildtiere zu finden. Die Fuchsschafe und Alpakas in ihrem Gatter konnten sich über einen Mangel an Streicheleinheiten nicht beschweren und beim Brackenheimer Wengertergolf stellten viele Besucher fest, dass das Golfen zu den Dingen gehört, die auch Spaß machen, wenn man sie nicht so gut kann. Der Erlebnispark Tripsdrill war mit Greifvögeln präsent, auf dem Planwagen von Rolf Hering ließ sich die Umgebung der Ehmetsklinge auf ganz besondere Weise erfahren. Forstwirt Scheerle schnitzte dem Naturparkzentrum vor Ort aus einem Stamm einen hölzernen Schriftzug und auch die Diefenbacher Wengerter vom König hinterließen dem Naturparkzentrum mit einer handgesetzten Trockenmauer eine bleibende Erinnerung an den Naturerlebnistag. Die Erlebnisschau im Naturparkzentrum wurde von Jung und Alt ebenso interessiert bestaunt und genutzt wie die Infostände und Werkangebote vom Schwäbischen Albverein, vom Naturschutzverein Zaberfeld oder die Demonstration einer Solaranlage von Joachim Knetzger.
Der Schwäbische Heimatbund und der Naturpark haben sich mit der Aktion Kulturlandschaft des Jahres zum Ziel gesetzt, Begeisterung für die Vielfalt und den Reichtum der Region zu wecken, die Öffentlichkeit für Landschaft und Heimat sensibilisieren und für die Bewahrung und Pflege der Landschaft zu werben. Ein solcher Weg braucht einen langen Atem. Wer die vielen interessierten, faszinierten, aktiven und kreativen Kinder an den Ständen und Stationen erleben konnte, darf aber feststellen, dass mit dem Naturerlebnistag eine große Etappe zurückgelegt werden konnte.